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In Europa seit 1999 bei Parlophone/EMI unter Vertrag, gelang Minogue mit dem Album Light Years im Folgejahr ein kommerzielles Comeback. Die erste Singleauskopplung daraus, Spinning Around, stieg nicht nur in Australien von 0 auf Platz 1 der Charts ein, sondern auch in Großbritannien, wo die Sängerin nach zehn Jahren erstmals wieder die Spitze der Charts erreichte. Damit ist sie neben Madonna nun die einzige Künstlerin die Nr. 1-Hits in den 1980ern, 1990ern und 2000ern vorweisen kann.
Spinning Around, 2000
Weltweite Aufmerksamkeit erreichte die Sängerin zudem mit ihrem Auftritt bei der Abschlussfeier der Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney. Dort sang sie nicht nur ihren australischen Nr. 1–Hit On A Night Like This sondern auch den ABBA-Klassiker Dancing Queen. Weitere erfolgreiche Singles aus dem Light Years-Album, das sehr stark an die unbebeschwerten Popsongs ihrer Anfangsjahre erinnerte, waren das Robbie Williams-Duett Kids und Please Stay. In Deutschland wurde anstelle von Please Stay Anfang 2001 Your Disco Needs You als Single aus Light Years ausgekoppelt. Mit diesem, vor allem in der Schwulen-Subkultur populären Song, trat sie auch bei Wetten dass..? auf. Erstmalig präsentierte sich Minogue dann im Frühjahr 2001 mit ihrer On A Night Like This-Tour auf drei Konzerten live ihren deutschen Fans.
Olympics Sydney, 2000Zeitgleich mit ihrer erfolgreichen Rückkehr auf die oberen Ränge der Musikcharts konnte Minogue auch wieder auf der Kinoleinwand punkten. So hatte sie 2001 als "Green Fairy" einen Cameo-Auftritt in Baz Luhrmanns erfolgreichem Musicalfilm Moulin Rouge!. Diese Rolle brachte ihr eine Nominierung bei den MTV Movie Awards 2001 als Best Cameo Performance ein.
Im selben Jahr gelang Minogue dann mit der Hitsingle Can't Get You Out Of My Head aus ihrem achten Studioalbum Fever auch das ganz große internationale Comeback - ein unerwarteter Höhepunkt nach fast 15 Jahren Karriere im Popgeschäft. Die von Cathy Dennis geschriebene Nummer schaffte in allen europäischen Ländern, mit Ausnahme von Finnland, den Sprung auf Platz 1 der Charts und auch in den USA verbuchte Minogue damit Anfang 2002 wieder einen Top 10-Erfolg. Aber nicht nur die erste Singleauskopplung, sondern auch Fever selbst wurde mit weltweit fast 7 Millionen verkauften Einheiten zu einem fulminaten Erfolg für die Sängerin. Allein in den USA verkaufte sich das Album über eine Million mal und schaffte es bis auf Platz 3 der US-Albumcharts. 2002 erhielt Minogue dann sowohl als beste internationale Sängerin als auch für das beste internationale Album einen Brit Award. Mit In Your Eyes und Love At First Sight folgten 2002 weitere international erfolgreiche Singleauskopplungen. Im April 2002 startete die Sängerin dann ihre Fever-Tour, die sie für fünf Konzerte auch nach Deutschland führte. Im Herbst 2002 wurde mit Come Into My World, von dem vor allem das Video unter der Regie von Michel Gondry und der Remix von Fischerspooner erwähnenswert sind, die letzte Single aus Fever veröffentlicht. Während der Fever-Ära inszinierte sich die Sängerin in Musikvideos, auf Photos und Plattencovern sowie bei Live-Auftritten als Sex-Symbol. In Deutschland brachte ihr dieses Image allerdings den von der BILD-Zeitung geprägten, eher unschönen, Beinamen „Geilie“ ein.
Fever Album, 2001
2003 veröffentlichte Minogue mit Slow dann eine Single, die sich stark vom Dance-Pop der erfolgreichen Auskopplungen aus Fever unterschied. Die avantgardistische, zusammen mit Emiliana Torrini geschriebene, Nummer eroberte dennoch in zahlreichen Ländern die Spitze der Charts und wurde von der Kritik äußerst positiv aufgenommen. Es folgte das Album Body Language, mit dem sich die Sängerin als gereifte Künstlerin etablieren wollte. So ließ sie sich für die dazugehörige visuelle Umsetzung von der französischen Filmikone Brigitte Bardot inspirieren und unternahm den Versuch sich von ihrem Seximage zu lösen, indem sie sich von der zunehmenden „Pornografisierung der Popkultur“ distanzierte. Zur Veröffentlichung des Albums gab die Sängerin dann ein einmaliges Konzert im Londoner Hammersmith Apollo. Von den Fans wurde Body Language aufgrund seiner R'n'B- und Hip Hop-Elemente allerdings nicht sehr positiv aufgenommen. Auch die Plattenkäufer honorierten die musikalischen und visuellen Veränderungen nicht, sodass Body Language an den Erfolg von Fever nicht anknüpfen konnte. Auch der letzte Schritt zu dauerhaftem Erfolg in den USA blieb ihr trotz – oder gerade wegen – US-Radio tauglicher Produktion eine Großteils von Body Language verwehrt. Das Album und die sonst weltweit erfolgreiche Single Red Blooded Woman (2004) floppten dort. Immerhin wurde sie in drei aufeinanderfolgenden Jahren (2003 bis 2005) in der Kategorie "Best Dance Recording" mit Love At First Sight, Come Into My World und Slow für den Grammy nominiert. Für den Titel Come Into My World erhielt sie 2004 den begehrten Preis.
MCB Konzert 2003Retrospektive und Krebserkrankung
Nach dem eher mäßigen Erfolg von Body Language legte Kylie Minogue im Herbst 2004 mit Ultimate Kylie ihr zweites, offizielles Greatest Hits-Album nach. Die 2 CDs umfassende Rückschau auf ihr bisheriges musikalisches Schaffen wurde zusammen mit den zwei neuen Songs I Believe In You und Giving You Up veröffentlicht. Vor allem I Believe In You, das die Sängerin mit den Scissor Sisters aufnahm, entwickelte sich zu einem Hit, der Minogues Erfolgserie in den internationalen Charts weiterführte und ihr im vierten Jahr in Folge eine Grammy-Nominierung in der Kategorie Best Dance Recording einbrachte. Eine Retrospektive ganz anderer Art bot die Ausstellung Kylie: An Exhibiton. Die Wanderausstellung tourte 2005 durch Australien und zeigte Kostüme und Outfits, die Minogue in ihrer fast zwanzigjährigen Karriere zu einer Stil-Ikone werden ließen. Allein im Arts Centre Melbourne wurden von Januar bis April 2005 fast 300.000 Besucher gezählt.
Kylie in Köln 2005Mit Showgirl – The Greatest Hits Tour ging Minogue im Frühjahr 2005 auf Welttournee und gab auch drei ausverkaufte Konzerte in Deutschland. Geplant als ihre bislang größte Tour, musste die Sängerin nach Beendigung der europäischen Termine den australischen Teil der Tour im Mai 2005 überraschend absagen, da bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wurde. Nach dem Bekanntwerden der Krankheit und dem dadurch weltweit ausgelösten Medienecho stieg die Zahl der Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen in Minogues Heimatland Australien enorm an. Mediziner sprachen deshalb von einem „Kylie-Effekt“, durch den sich 40 Prozent mehr Frauen zu einer Mammographie anmeldeten als sonst üblich. Minogue selbst wurde am 20. Mai 2005 in einer Melbourner Klinik erfolgreich operiert und unterzog sich anschließend in Paris, der Heimat ihres Lebensgefährten Olivier Martinez, einer sechsmonatigen Chemotherapie. Auf DVD wurde indes ein Live-Mitschnitt der Showgirl-Tour veröffentlicht, der im Mai 2005 in der Earls Court Arena in London aufgenommen wurde. Zu Weihnachten 2005 erschien zudem mit Over The Rainbow Minogues erste Veröffentlichung, die nur als digitaler Download erhältlich war. Bei dem Stück handelt es sich um eine Live-Version dieses durch Judy Garland bekannt gewordenen Evergreens aus dem Film The Wizard of Oz, den Kylie Minogue auf ihrer Showgirl-Tour interpretierte.
Nach dem Bekanntwerden der Krankheit und dem dadurch ausgelösten weltweiten Medienecho stieg die Zahl der Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen in Minogues Heimatland Australien enorm an. Mediziner sprachen deshalb von einem „Kylie-Effekt“, durch den sich 40 Prozent mehr Frauen zu einer Mammographie anmeldeten als sonst üblich. Die Zahl der Frauen zwischen 40 und 69 Jahren, die sich zum ersten Mal untersuchen ließen, habe sich sogar verdoppelt. Minogue selbst wurde noch im Mai 2005 in einer Melbourner Klinik erfolgreich operiert und unterzog sich anschließend in Paris, der Heimat ihres Lebensgefährten Olivier Martinez, einer sechsmonatigen Chemotherapie. Auf DVD wurde indes ein Live-Mitschnitt der Showgirl-Tour veröffentlicht, der im Mai 2005 in der Earls Court Arena in London aufgenommen wurde. Zu Weihnachten 2005 erschien zudem mit Over The Rainbow Minogues erste Veröffentlichung, die nur als digitaler Download erhältlich war. Bei dem Stück handelt es sich um eine Live-Version dieses durch Judy Garland bekannt gewordenen Evergreens aus dem Film The Wizard of Oz, den Kylie Minogue auf ihrer Showgirl-Tour interpretierte.
Over The RainbowNeuanfang
Von ihrer Krebserkrankung vollständig geheilt, ließ sich Kylie Minogue seit dem Frühjahr 2006 wieder vermehrt in der Öffentlichkeit sehen. Ihren ersten Auftritt vor Publikum hatte sie Anfang Juni bei einem Konzert ihrer Schwester Dannii im Londoner Club G-A-Y. Im Juli gab die Sängerin dann ihr erstes TV-Interview im englischen Fernsehen. Die wegen Minogues Krebserkrankung ausgefallene Konzerttour durch Australien wird unter dem Titel Showgirl Homecoming-Tour im November und Dezember 2006 nachgeholt. Zusätzlich absolvierte die Sängerin am Silvesterabend sowie an sechs weiteren Terminen im Januar 2007 Auftritte in der Londoner Wembley Arena. Die Konzertkarten dafür waren binnen kürzester Zeit ausverkauft. Ihren Abschluss fand die Showgirl Homecoming Tour dann nach sechs Konzerten in Manchester. Zeitgleich erschien die Live-CD Showgirl Homecoming Live. Während der Tournee wurde Minogue von ihrem langjährigen Kreativdirektor William Baker mit der Filmkamera begleitet. Aus Backstage-Aufnahmen und Interviews fertigte Baker den Dokumentarfilm White Diamond, der am 15. Oktober 2007 in London Premiere feierte und im November 2007 auch in deutschen Kinos zu sehen war.
Kylie&Dannii @GAY Club
Den Status Minogues als Stil-Ikone festigte die Ausstellung Kylie – The Exhibition, die von Februar bis Juni 2007 im Londoner Victoria and Albert Museum den Bühnenoutfits und Kostümen der Sängerin gewidmet war. Die bereits in ähnlicher Form erfolgreich in vier australischen Städten präsentierte Ausstellung blieb allerdings nicht ohne Kritik. So empörten sich zahlreiche Kunstkritiker darüber, dass die „Klamottenschau eines Promis“ in dem traditionsreichen Haus ausgestellt wird[5]. Im Mai 2007 war Kylie Minogue zum zweiten Mal für H&M als Werbefigur im Einsatz und präsentierte unter dem Titel H&M loves Kylie eine Bademodekollektion, die ihr die schwedische Modekette gewidmet hat. Zehn Prozent der Einnahmen aus dem Verkauf der Kollektion kamen der Organisation WaterAid zugute, die dabei hilft, Menschen in von Armut betroffenen Regionen Afrikas und Asiens mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.
Minogue gelang das Bühnencomeback nach ihrer Krebserkrankung mit der Welttournee KYLIEX2008Im November 2007 veröffentlichte Kylie Minogue ihr zehntes Studioalbum X. Als Vorabsingle erschien der Song 2 Hearts, der von der englischen Underground-Elektroformation Kish Mauve komponiert und produziert wurde. Musikalisch gespickt mit Glam-Rock-Einflüssen platzierte sich 2 Hearts allerdings nur in wenigen Ländern auf den vorderen Rängen der Charts. In Australien zumindest gelang der Sängerin mit der ersten Auskopplung aus ihrem zehnten Studioalbum auch ihr zehnter Nr.1-Hit. In Deutschland war die zweite Singleauskopplung In My Arms (2008) hingegen weitaus erfolgreicher und avancierte in den deutschen Singlecharts zu Minogues größtem Erfolg seit Can't Get You Out Of My Head. Im Mai und Juni 2008 präsentierte Kylie Minogue X im Rahmen der ausgedehenten Welttournee KYLIEX2008 auch in sechs deutschen Städten. Insgesamt blieben die Verkäufe des Albums allerdings hinter den Erwartungen zurück. So schaffte X in den US-Charts nicht einmal den Sprung in die Top 100 und setzte weltweit nur rund eine Millionen Einheiten ab. 2009 veröffentlichte Kylie Minogue ein Remix-Album mit dem Titel "Boombox". Boombox beinhaltet Remixes von Kylie's Singles während ihrer Zeit beim Plattenlabel Parlophone/EMI sowie einen Remix des bisher unveröffentlichten Songs "Boombox" (Boombox wurde im Januar 2009 ebenfalls von der US-Sängerin Paula Abdul gecovert).
Quelle: wikipedia.org
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